Es beginnt meist schleichend. Beim wöchentlichen Besuch bei den Eltern in Weiden fällt auf, dass der Kühlschrank überraschend leer ist. Die Mutter, die ihre Besorgungen bisher immer selbst auf der Aachener Straße erledigt hat, geht kaum noch vor die Tür. Oder der Vater in Braunsfeld kommt eigentlich noch gut im gewohnten Umfeld zurecht – nur die Medikamente werden immer häufiger vergessen, und das Duschen fällt zunehmend schwer.
Solche Veränderungen werfen für Familien im Kölner Westen viele Fragen auf: Wie viel Hilfe braucht Mama oder Papa wirklich? Was können wir als Angehörige selbst auffangen? Und wie lässt sich Unterstützung organisieren, ohne Eltern oder Partnern unnötig ihre Selbstständigkeit zu nehmen?